Unternehmen

Wir sind MiRO Energie für den Südwesten

Die Mineraloelraffinerie Oberrhein (MiRO) in Karlsruhe ist Deutschlands größte Raffinerie und eine der modernsten und leistungsfähigsten Raffinerien in Europa.

Schlüssel zu unserem Unternehmenserfolg sind unsere Mitarbeiter. Ihre Qualifikation, ihr Wissen und ihre Erfahrung sind das Fundament für einen zuverlässigen und effizienten Raffineriebetrieb.

Unsere 1.100 Beschäftigten veredeln das Rohöl zu Produkten wie Benzin, Diesel, Heizöl, Bitumen und Einsatzstoffen für die chemische Industrie – rund 15 Millionen Tonnen pro Jahr. Durchschnittlich kommt jeder 3. Liter Benzin und jeder 8. Liter Dieselkraftstoff an deutschen Zapfsäulen sowie jede 3. Tonne Bitumen aus unserer Produktion.

Motor für Wirtschaft, Fortschritt und Lebensqualität

MiRO versorgt rund 10 Millionen Verbraucher mit Kraftstoffen und Heizöl. Damit sind wir die größte Energiequelle im Südwesten. Statistisch decken unsere Produkte rund 45 % des Primärenergiebedarfs in Baden-Württemberg.

Außerdem speist unsere Raffinerie Prozessabwärme in das städtische Fernwärmenetz. Wir decken rund 60 % des Fernwärmebedarfs in Karlsruhe und sorgen so für wohlige Wärme in über 40.000 Haushalten.

Wir verstehen uns als Partner der Energiewende. Mit Projekten wie der Fernwärme-Integration sowie zur kontinuierlichen Verringerung des internen Energieverbrauchs leistet unsere Raffinerie bereits heute einen wertvollen Beitrag zur Verringerung der CO2-Emissionen.

Als einer der größten Arbeitgeber in Karlsruhe, „ausgezeichneter“ Ausbildungsbetrieb, Steuerzahler und Auftraggeber für regionale Unternehmen ist MiRO darüber hinaus ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region.

Unsere Produkte – so vielfältig wie das Leben

Unsere Energie macht mobil, liefert Kraft für Maschinen und den Transport von Gütern und sorgt für ein warmes Zuhause. Auch im Straßenbau und als Rohstoff in der chemischen Industrie werden unsere Produkte eingesetzt. Materialien auf Basis von Mineralöl begegnen uns täglich, beispielsweise in Joghurtbechern, Computern, Innenraumverkleidungen von Autos oder Brillengestellen, aber auch in Textilien für Sportbekleidung, Medikamenten und Kosmetika.

Was uns antreibt

Als größte Raffinerie Deutschlands haben wir eine Schlüsselrolle für die sichere Energieversorgung im Südwesten. Darauf sind wir stolz, und gleichzeitig stellen wir uns jeden Tag -der damit verbundenen Verantwortung. Unser Bestreben ist es, die benötigten Produkte für Menschen und Unternehmen so effizient und umweltschonend wie möglich herzustellen. Auch zukünftig wird MiRO zuverlässig für Mobilität und Wärme im Südwesten sorgen – durch wirtschaftliche und bezahlbare Energieträger, die zunehmend nachhaltig erzeugt werden.

Unser Selbstverständnis

Die Grundsätze unseres Unternehmens wenden sich an unsere Nachbarn, Gesellschafter, Kunden, Partnerfirmen, Geschäftspartner, Behörden und generell die interessierte Öffentlichkeit.
Diese fassen unser Selbstverständnis und unsere Ziele zusammen und dienen als Leitlinie für alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denn hinter unserem Erfolg steht das persönliche Engagement jedes einzelnen.

Unsere Gesellschafter

  • Shell Deutschland GmbH

  • Esso Deutschland GmbH

  • Rosneft Deutschland GmbH*

  • Phillips 66 Continental Holding GmbH

*) Seit 16. September 2022 unter Treuhand der BNetzA

Geschäftsführung

Dr. Andreas Krobjilowski

Technischer Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung

Dr. Andreas Krobjilowski

Technischer Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung

Dr. Andreas Krobjilowski hat an der Technischen Universität Hamburg-Harburg Maschinenbau studiert. Nach dem Abschluss als Diplom-Ingenieur war er zunächst für einige Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Produktionstechnik an der Universität Bremen tätig, wo er auch promovierte, bevor er Ende 2003 in die Industrie wechselte und bei der Shell anfing.

Seine achtzehnjährige Karriere dort begann Herr Dr. Krobjilowski in der Kölner Shell-Raffinerie, wo er eine Reihe von Funktionen im operativen Bereich innehatte. Im Jahr 2012 wechselte er als Produktionsleiter zur Shell-Raffinerie Fredericia in Dänemark. Zwei Jahre später wurde er dort General Manager. Auf seiner letzten Station innerhalb der Shell war Herr Dr. Krobjilowski seit März 2018 General Manager eines Produktionsstandortes für petrochemische Zwischenprodukte in Singapur.

Seit September 2021 ist Dr. Andreas Krobjilowski technischer Geschäftsführer und Sprecher der MiRO-Geschäftsführung.

Christoph Moser

Kaufmännischer Geschäftsführer

Christoph Moser

Kaufmännischer Geschäftsführer

Diplom-Betriebswirt (FH) Christoph Moser kam nach seinem Studium an der Hochschule in Worms 1996 zu MiRO. Er war in der Raffinerie zunächst in unterschiedlichen Leitungspositionen in den Bereichen Versand und Disposition sowie Finanz- und Rechnungswesen tätig, bevor er im Juni 2018 die Leitung des Personalbereichs übernahm. Christoph Moser ist seit Januar 2023 kaufmännischer Geschäftsführer von MiRO und leitet in dieser Position auch weiterhin den Bereich Personal.

Chronik

Raffineriestandort Karlsruhe - seit 60 Jahren Motor für Wirtschaft, Fortschritt und Lebensqualität weit über die Region hinaus

Der Raffineriestandort Karlsruhe wurde Anfang der 60er Jahre gegründet. Damals nahmen in den Jahren 1962/63 mit der Esso- und der DEA-Scholven-Raffinerie (ab 1969 Oberrheinische Mineralölwerke OMW) zwei unmittelbar benachbarte Produktionsstandorte nahezu zeitgleich ihren Betrieb auf. Im Jahr 1996 fusionierten diese beiden Standorte dann zur Mineraloelraffinerie Oberrhein GmbH & Co. KG (MiRO).  

Meilensteine dieser Erfolgsgeschichte… 

2021
2019
2018
2010
2004
2002
1996
1984
1967
1963
1959

Rekorde im Jubiläumsjahr

Im Jahr ihres 25-jährigen Geburtstages steht bei MiRO Großes an: Zusammen mit dem planmäßigen Wartungs- und Reparaturstillstand im Werkteil 1 wird im Frühjahr das größte Projektpaket in der Geschichte von MiRO erfolgreich umgesetzt. Durch diese Maßnahmen werden die Energiebilanz und Produktionseffizienz in einer Reihe von Schlüsselanlagen signifikant verbessert und MiRO damit “fit” für die Zukunft gemacht. Die Umsetzung des riesigen Stillstands- und Projektvolumens fällt mitten in die Hochzeit der Corona-Pandemie, und trotzdem ist das sogenannte “Event21” ein voller Erfolg – und ein immens wichtiger Meilenstein auf dem Weg in die Zukunft.

Im Oktober feiern wir das 25-jährige Bestehen von MiRO seit der Fusion im Jahr 1996. Mit der MiRO-Gründung legte man 1996 in Karlsruhe den Grundstein für einen der wettbewerbsfähigsten Raffineriestandorte in Europa. In den 25 Jahren wurden rund 350 Millionen Tonnen Rohöl zu Benzin, Diesel, Heizöl und weiteren modernen Hochleistungsprodukten veredelt, um den Südwesten mit Mobilität und Wärme zu versorgen. Mehr als 2 Milliarden Euro an Investitionen flossen in “Stahl und Eisen”.

Und wir schreiben unsere Erfolgsgeschichte fort... Es bleibt spannend!

„Refuels“ – Kraftstoffe neu denken

Im Januar 2019 startet das von der Landesregierung Baden-Württemberg geförderte Verbundprojekt „ReFuels“. Unter Führung des Karlsruher Instituts für Technology (KIT) untersuchen dabei 25 namhafte Partner aus der Automobil- und Zuliefererindustrie gemeinsam mit MiRO die Wettbewerbsfähigkeit und Alltagstauglichkeit synthetischer Kraftstoffe und wie diese neue Technologie in eine bestehende Raffinerieinfrastruktur integriert werden kann. Der Projektstart markiert für MiRO den Auftakt einer Reihe zahlreicher weiterer Zukunftsprojekte, die sich mit der Transformation des Standortes in eine nachhaltige Zukunft beschäftigen.

Bekenntnis zum Standort

Für rund 75 Mio. Euro wird die “Delayed Coker”-Konversionsanlage mit neuen, modernen Behältern ausgerüstet. Diese enorme Investition bedeutet eine signifikante Verbesserung der Raffinerie- Wettbewerbsfähigkeit und ist somit auch ein klares Bekenntnis der Gesellschafter zum Standort Karlsruhe. In der DC-Anlage werden schwere Rückstände aus der Rohöldestillation in marktgerechte Produkte umgewandelt. Für den Einbau der beiden 35 m langen und über 400 Tonnen schweren Behälter kommt der zweitgrößte Lastenkran der Welt zum Einsatz.

MiRO wärmt Karlsruhe

Gemeinsam mit den Stadtwerken Karlsruhe startet MiRO 2010 das “größte Umweltprojekt von Karlsruhe”. Seitdem wird Prozesswärme in das städtische Fernwärmenetz eingespeist. 90 Megawatt versorgen heute mehr als 40.000 Haushalte. Rund 60 Prozent der Karlsruher Fernwärme stammen mittlerweile aus der Produktion von MiRO. Damit werden pro Jahr rund 100.000 Tonnen an Kohlendioxidemission eingespart bzw. vermieden.

Bio kommt

Seit September 2004 werden den Ottokraftstoffen in Karlsruhe Biokomponenten - Bioalkohol aus landwirtschaftlicher Produktion - beigesetzt.

Schwefelfreie Kraftstoffe

Seit November 2002 produziert MiRO nur noch schwefelfreie Kraftstoffe, und setzt damit als eine der ersten Raffinerien in Deutschland die dritte und letzte Stufe des Europäischen Auto-/Öl-Programms (AOP) zur Senkung verkehrsbedingter Emissionen und zur Herstellung moderner, umweltfreundlicher Kraftstoffe um.

Aus zwei mach eins

Im Mai wurde die Fusion der Oberrheinischen Mineralölwerke GmbH (OMW) und der Esso-Raffinerie Karlsruhe durch die OMW-Gesellschafter und die Esso A.G. Hamburg bekannt gegeben. Die Unterzeichnung des Gründungsvertrages für die Mineraloelraffinerie Oberrhein GmbH & Co. KG (MiRO) im Oktober 1996 war eine „naheliegende“ wirtschaftliche Überlegung, denn Überkapazitäten in Europa bei gleichzeitig stagnierendem Mineralölabsatz verschärften den Wettbewerb.

Investitionsoffensive

Bis Mitte der 80er Jahre wurden in beiden Standorten zusammen fast 1 Milliarde DM in den Bau von Konversionsanlagen zur Umwandlung von schweren Heizölkomponenten in marktgerechtere Produkte wie Gas, Benzin, Diesel und leichtes Heizöl investiert.

“Hunger“ nach Mineralöl wächst

Bereits nach wenigen Jahren musste die Kapazität beider Raffinerien verdoppelt werden. Durch die Inbetriebnahme der Transalpinen Ölleitung (TAL) im Jahr 1967 konnte die Rohölversorgung von Triest aus entsprechend erhöht werden.

„Feed in“ für die erste Tonne Rohöl

Die Presse kommentierte: „Ölstadt Karlsruhe: Aus der Residenz wurde ein Industriezentrum – Karlsruhes Wandlung hat sich durch die Raffinerien endgültig vollzogen“.

Geburt der „Ölstadt Karlsruhe“

Durch den Strukturwandel auf dem deutschen Energiesektor wurde die dominierende Kohle mehr und mehr durch Mineralöl ersetzt. 1959 erwarben die Deutsche Erdöl AG (DEA) und die ESSO AG von der Stadt Karlsruhe deshalb zwei benachbarte Grundstücke am Rhein.

Erfahre mehr über die Funktionsweise einer Raffinerie und deren Produkte

Eine Raffinerie verstehen

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Produkte einer Raffinerie

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Daten und Fakten MiRO auf einen Blick

Gründung 1. Oktober 1996
Beteiligung (in %)
  • Phillips 66 Continental Holding GmbH: Hamburg 18,75
  • Esso Deutschland GmbH: Hamburg 25,00
  • Rosneft Deutschland GmbH: Berlin 24,00 (seit 16. September 2022 unter Treuhand der Bundesnetzagentur (BNetzA)
  • Shell Deutschland GmbH: Hamburg 32,25
Kapazität 15,8 Mio. t / Jahr
Mitarbeiter 1.100
Größe des Raffineriegeländes 458 ha
Versorgung  
Rohölherkunft Hauptsächlich aus Nordafrika, Osteuropa/Zentralasien, Naher/MIttlerer Osten und Nordamerika
Anlieferung über Pipeline Transalpine Ölleitung GmbH (TAL), Triest
Kapazitäten der Verarbeitungsanlagen  
Rohöldestillationsanlagen 14,9 Mio. t / Jahr
Vakuumdestillationsanlagen 7,2 Mio. t / Jahr
Entschwefelungsanlagen
  • für Benzine 4,3 Mio. t / Jahr
  • für Gasöle 10,8 Mio. t / Jahr
Reformeranlagen 2,4 Mio. t / Jahr
Katalytische Krackanlage (FCC) 4,5 Mio. t / Jahr
Coker 1,9 Mio. t / Jahr
Dampferzeugung 600 bis 800 t / Stunde
Stromerzeugung 60 bis 80 MW
Produkte (2023)  
Benzin 4,6 Mio. t / Jahr
Mitteldestillate (leichtes Heizöl, Dieselkraftstoff) 6,3 Mio. t / Jahr
Bitumen 0,6 Mio. t / Jahr
Propylen / Flüssiggas 0,4 Mio. t / Jahr
Sonstige (Petrolkoks, Kalzinat, Schwefel etc.) 1,4 Mio. t / Jahr
Tanklagerkapazitäten  
Rohöl 730.000 m3
Produkte 3.900.000 m3
Versand (2023)  
Straße 61 %
Schiene 13 %
Wasserweg 25 %
Pipeline 1 %